Kunst und Kinder: Kreativität fördern – nicht korrigieren🎨
Und nicht nur das: Auch berühmte Künstler:innen wie Paul Klee oder Joan Miró ließen sich von kindlicher Kreativität inspirieren – weil sie in ihr etwas Echtes und Unverfälschtes sahen.
Kunst ist für Kinder kein „Fach“, sondern ein Spiel, ein Mittel zur Kommunikation und eine Möglichkeit, ihre Sicht auf die Welt auszudrücken.
✏️ Wie sich Zeichnen mit dem Kind entwickelt
Kinder zeichnen nicht die Welt, wie sie aussieht – sondern wie sie sich anfühlt. Deshalb hat jede Phase ihres Zeichnens ihre eigene Bedeutung:
🟡 16–20 Monate:
Kinder entdecken, dass sie mit Stiften Spuren hinterlassen können – meist spielerisch, aus purer Freude an der Bewegung.
🟠 2–2,5 Jahre:
Punkte, Linien und erste Formen entstehen – ganz ohne Ziel, aber mit wachsendem Wiedererkennungswert.
🟢 ab 3 Jahren:
Bilder werden zu Symbolen. Der berühmte „Kopffüßler“ (Großkopfmann) taucht auf – ein Mensch mit großem Kopf und Beinen.
🔵 ab 4 Jahren:
Figuren werden „richtiger“: Kopf, Körper, Arme, Beine, später Gesichtszüge. Emotionen halten Einzug in die Bilder.
🟣 ab 5 Jahren:
Kinder überzeichnen wichtige Details, weil sie aus ihrer Sicht essenziell sind. Sie zeichnen, was sie wissen – nicht was sie sehen.
🟤 ab ca. 7 Jahren:
Die Zeichnungen nähern sich der Realität an – aber leider verlieren viele Kinder an diesem Punkt die Lust, weil sie sich mit „richtigen“ Bildern vergleichen.
🔑 Tipp: Bleiben wir als Erwachsene offen, neugierig und unterstützend – damit Kinder Freude am künstlerischen Ausdruck behalten.
🧠 Was Kunst in Kindern fördert
Kunst ist weit mehr als eine kreative Freizeitbeschäftigung. Sie fördert wichtige Kompetenzen für die persönliche Entwicklung:
- Selbstwahrnehmung & emotionale Ausdrucksfähigkeit
- Feinmotorik & Koordination
- Konzentration & Ausdauer
- Problemlösungsfähigkeit & divergentes Denken
- Selbstvertrauen & Entscheidungsfreude
Besonders wichtig: Kinder, die regelmäßig kreativ tätig sind, entwickeln eine hohe Anpassungsfähigkeit und können komplexe Situationen besser meistern – weil sie gelernt haben, Dinge aus verschiedenen Perspektiven zu sehen.
🎨 3 einfache Impulse für mehr Kreativität im Alltag
💬 1. Keine Bewertung, sondern echtes Interesse zeigen
Statt „Wie schön!“ lieber fragen: „Wie bist du auf die Idee gekommen?“ oder „Was hast du dir dabei gedacht?“ Das stärkt Selbstvertrauen und Ausdrucksfähigkeit.
🎨 2. Kein Richtig oder Falsch – sondern freier Ausdruck
Vermeide Anleitungen oder „Vorgaben“. Lass Kinder ausprobieren, kombinieren und ihre eigenen Wege finden – auch wenn dabei grüne Kühe oder viereckige Sonnen entstehen.
🏛 3. Kunst gemeinsam erleben
Besuche mit Kindern Museen, Ausstellungen oder einfach Kunstbücher für Kinder. Lass sie Kunstwerke frei interpretieren – ohne Erwartung, aber mit viel Neugier.
💡 Unser Tipp: Das Beschäftigungsbuch Kunst für Kleinkinder aus der QUID+ Reihe regt spielerisch zu freiem Ausdruck an – mit vielen Impulsen zur Förderung von Kreativität, Fantasie und Selbstwahrnehmung.
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🖌 Fazit: Kreativität braucht Raum – nicht Korrektur
Kinder sehen, was Erwachsene oft übersehen – und genau das macht ihre Kunst so wertvoll. Wenn wir ihnen zuhören, statt zu bewerten, wenn wir sie ermutigen, statt zu korrigieren, dann geben wir ihnen nicht nur kreative Freiheit – sondern auch das Vertrauen in sich selbst.
Und wer weiß? Vielleicht inspiriert ihre Kunst auch uns, die Welt wieder ein Stück mit Kinderaugen zu sehen.
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